Literatur

Das Fach LITERATUR ...

  • wird in der Sekundarstufe II in den Jahrgangsstufen Q1 und Q2 unterrichtet
  • ist verpflichtend für alle Schüler/innen, die nicht die Fächer Kunst oder Musik (einschließlich IP oder VP) gewählt haben
  • wird mit drei Wochenstunden unterrichtet
  • arbeitet ohne Klausuren
  • kann nicht als Abiturprüfungsfach gewählt werden
  • leistet einen wesentlichen Beitrag zur Medienerziehung und zur Befähigung zur kulturellen Selbstbestimmung
  • legt den Schwerpunkt der fachlichen Arbeit nicht auf die Analyse, sondern auf den produktiv-ästhetischen Umgang mit literarischen Ausdrucksformen
  • fördert die Kreativität
  • fördert die sprachliche Verarbeitung von Wirklichkeitserfahrung
  • erarbeitet seine Unterrichtsprodukte im Regelfall in Jahreskursen
  • ist in drei Bereiche aufgeteilt (Medien, Schreiben, Theater)
  • unterscheidet zwischen produktiv-kreativen und gestaltend-kreativen Projekten
  • legt großen Wert auf die Selbstorganisation von Arbeitsprozessen
  • schafft Freiräume für Spontaneität, Innovation, ästhetische Experimente, Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit
  • ermöglicht in besonderem Maße Mitentscheidungen der Schüler/innen über Unterrichtsinhalte und -formen
  • legt Wert auf Kunstformen verbindendes Arbeiten
  • ermöglicht gezielt Gruppenarbeit und fördert Teamfähigkeit
  • bietet vielfältige Möglichkeiten der individuellen Förderung (siehe unten).

 

 

Konsequenzen sind ... 

  • eine zwangsläufige Offenheit bei der Beschreibung/Festlegung der Inhalte und Methoden im Hauscurriculum – d. h.,

    • die Mitglieder des jeweiligen Kurses entscheiden sich zu Beginn des Schuljahrs für eines der Inhaltsfelder Medien, Schreiben oder Theater,
    • es ist in Absprache mit dem/der jeweiligen Fachlehrer/in grundsätzlich möglich, dass sich Teilgruppen eines Kurses für unterschiedliche Inhaltsfelder entscheiden

  • der Wunsch, in den einzelnen Kursen „Oberthemen“ (Genre, Inhalt, Autor/in, Epoche ...) festzulegen
  • die Möglichkeiten, verschiedene Fachinhalte miteinander zu verbinden; z.B. Schreiben/Theater (Inszenierung eines selbstgeschriebenen Bühnenstücks), Schrei-ben/Medien (Verfilmung eines selbstgeschriebenen Drehbuchs).

Individuelle Förderung im Literaturunterricht

Von der Konzeption des Faches her bietet das Fach Literatur vielfältigere und selbstverständlichere Möglichkeiten zur individuellen Förderung als andere Unterrichtsfächer. Die Unterrichtenden im Fach Literatur nutzen sie, indem sie ...

  • den Schüler/inne/n das gesamte Spektrum kreativer Gestaltungsmöglichkeiten des Faches erschließen (Schreiben, Theater / darstellendes Spiel, audiovisuelle Medien)
  • den Unterricht so anlegen, dass die Schüler/innen die Möglichkeit haben, mit den Medien und Darstellungsformen zu arbeiten, die ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechen
  • die Schüler/innen darüber hinaus ermutigen, Medien und Darstellungsformen zu erproben, mit denen sie bisher keine Erfahrungen haben, und ihnen dazu fachgerechte Unterstützung anbieten/organisieren
  • Aufgaben in Unterrichtsprojekten so verteilen, dass dies den individuellen Interessen und Fähigkeiten der Schüler/innen entgegenkommt und diese durch Übung und individuelle Beratung die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln
  • den Schüler/inne/n weitgehende Freiräume zum selbständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten einräumen, jedoch jederzeit beratend tätig werden.