Warum ein iPad?

Für die gestellten Anforderungen wird ein Gerät benötigt, das mobil und leicht ist, damit man das Werkzeug dort hat, wo man lernt – und nicht zum Lernen zum Werkzeug gehen muss. Insofern würden sich also Notebook, Tablet-PC und Smartphone als mögliche Hardware qualifizieren. Der Bildschirm sollte so groß sein, dass auch ganze DIN A4 Seiten noch lesbar sind. So können auch z. B. Arbeitsblätter mit Text und Bild oder Mindmaps übersichtlich erstellt werden. Dies spricht, neben noch anderen Gründen, gegen eine „Bring your own Device“-Lösung via Smartphone.

Damit dieser digitale Lernbegleiter mindestens vier Jahre zuverlässig funktioniert, die täglichen Transporte in der Schultasche verträgt sowie auch noch nach Jahren eine ausreichende Akkuleistung hat, entfallen bestimmte sehr preiswerte Geräte. Damit das Gerät schnell einsatzbereit ist, muss es als Speichermedium eine SSD und einen leistungsfähigen Prozessor haben. Notebooks, die diese Anforderungen erfüllen (Ultrabooks aus dem Businessbereich), verursachen hohe Anschaffungskosten. Damit bleiben nur noch Tablets guter Qualität als mögliche Arbeitsgeräte. Bei dieser Geräteklasse ist es zudem besonders einfach, Medien unterschiedlicher Art (Bild, Video und Audio) zu erstellen.

Da Lehrkräfte in mehreren Jahrgangsstufen unterrichten, sollte sichergestellt sein, dass Tablets der letzten vier bis fünf Jahre mit der gleichen Version des Betriebssystems betrieben werden können, damit Lehrkräfte und Schüler/innen in unterschiedlichen Jahrgängen die gleichen Oberflächen und Funktionen haben. Dies ist bei Androidgeräten, zumindest bis jetzt, nicht gegeben, bei iPads schon. Zudem ist die Androidsoftware sehr anfällig für Manipulationen und lässt sich nicht zuverlässig verwalten. Daher sind wir der Meinung, dass ein iPad den Anforderungen, die wir stellen, am besten entspricht.

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Was kostet uns das iPad?

Die Preise variieren leicht von Jahr zu Jahr und bewegen sich in der Basisversion, die für schulische Belange ausreichend ist, als Paketpreis um die 550€. In dem Paket sind iPad, Hülle und aktiver Stift enthalten. Wenn Sie den Ratenkauf wählen, kostet das Tablet ca. 15 Euro im Monat. Bei allen Ratenkaufvarianten handelt es sich um eine 0%-Finanzierung. Nach drei Jahren ist das Gerät abbezahlt.

Einige kritische Rückmeldungen zum derzeit laufenden Bestellvorgang beziehen sich darauf, dass die hohe Anzahl an Bestellvarianten zur Unübersichtlichkeit beiträgt. An dieser Stelle sind wir Elternwünschen entgegengekommen, denen eine größere Bandbreite an Speicherkapazitäten wichtig war. Für den schulischen Betrieb sind die Varianten des iPad 2020 ausreichend, die in den Bildungspaketen 1 bis 8 angeboten werden.

Die Finanzierung wird aber nur für ein Gesamtvolumen von maximal 1000€ gewährt. In dem Kaufpreis sind Service-Leistungen der „Gesellschaft für digitale Bildung“ berücksichtigt, vor allem die Bereitstellung, Einbindung und Verwaltung im schulischen System. Diese Kosten sind dann auch schon bis zum Ende der Schullaufzeit eingerechnet, ebenso wie solche Kosten, die entstehen, wenn Schüler*innen die Schule verlassen und das Tablet aus dem System genommen werden muss.

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Warum müssen die Geräte zentral beschafft werden?

Wir als Schule können den Administrationsaufwand nur bewältigen, wenn die Geräte von einem Händler vorkonfiguriert wurden, so dass wir über ein MDM-System (Mobile Device Management) einfach Profile und Apps aufspielen können. Man ist so in der Lage, die Geräte zu konfigurieren, ohne sie dazu in die Hand nehmen zu müssen.

Ferner gibt es schulseits ein Programm, um Volumenlizenzen (VPP) zu verwenden. Damit können zentral Lizenzen, z.B. für Apps, gekauft und auf die Geräte verteilt werden. Werden die Lizenzen nicht mehr auf einem Gerät benötigt, können sie auf einem anderen Gerät installiert werden. Werden z. B. einmal Schulbücher auf iPads verwendet, können sie von Jahrgang zu Jahrgang weitergegeben werden und müssen nicht von jedem Elternteil neu gekauft werden.

Mit der „Gesellschaft für digitale Bildung (GfdB)“ als Bestellpartner haben viele Schulen gute Erfahrungen gemacht. Im Vergleich verschiedener Anbieter bietet die GfdB das für die schulische Verwaltung der Tablets aus unserer Sicht beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Wie sehen die Kauf- und Versicherungsmodalitäten aus?

Die Bestellung läuft zentral über den Shop „Schooltab“ der „Gesellschaft für digitale Bildung“. Eine Versicherung des Tablets kann in den Bildungspaketen mitbestellt werden. Die Versicherung wird angeboten von der Wertgarantie AG. Genauere Informationen erhalten Sie unter https://www.gfdb.de/versicherung/

Auch wenn keine Absicht bei einem Schaden vorliegt, bleibt die Schadensregulierung für die Eltern untereinander unangenehm und konfliktträchtig. Dem gegenüber stehen Erfahrungen anderer Schulen, dass es kaum Schadensfälle gibt. Wie bei allen anderen Versicherungen auch, müssen Sie das Risiko selber kalkulieren und entscheiden, ob Sie eine Versicherung abschließen wollen oder nicht. Bei Schaden oder Verlust müssen sonst Sie selbst für Ersatz sorgen, denn das iPad ist ein obligatorisches Lernmittel.

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Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten bei finanziellen Engpässen?

Nach der Richtlinie über die Förderung von digitalen Sofortausstattungen an Schule vom 21.07.2020 können Schülerinnen und Schüler einen Antrag auf die kostenfreie Nutzung eines iPads stellen, „wenn sie in ihrer häuslichen Situation nicht auf bestehende technische Geräte zurückgreifen können“. Entsprechende Leihgeräte hat der Schulträger angeschafft. Das Antragsformular, das an die Schule zu richten ist, finden Sie auf unserer Homepage unter „Aktuell“ oder hier. Darüber hinaus hat der Förderverein einen Fonds zur Unterstützung eingerichtet.

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Warum die 1:1-Einführung in Klasse 9?

Die Diskussion in den Sitzungen der schulischen Gremien hat ergeben, dass der Einsatz von Tablets in der Oberstufe durchgängig als sinnvoll erachtet wird. Deshalb wird die Anschaffung von iPads ab jetzt jeweils in Klasse 9 erfolgen, um die geübte Handhabung der Geräte in der Oberstufe sicher zu stellen.

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Welcher Schutz der Geräte ist vorgesehen?

Die Tablets erhalten zwingend eine Schutzhülle. Da die Geräte zentral verwaltet werden, kann im Falle eines Verlustes das Gerät gesperrt werden und/oder komplett gelöscht werden. Das Gerät wird dadurch für einen möglichen Dieb wertlos.

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Ich habe schon ein Tablet. Kann ich mein vorhandenes Tablet benutzen?

Erfahrungen anderer Schulen zeigen, dass alle in der Klasse bzw. des Jahrgangs ein Gerät mit gleichem Betriebssystem haben sollten. Andernfalls gibt es leicht Kompatibilitätsprobleme bei Software, die den Unterrichtsfluss deutlich behindern. Um ein privates iPad ins schulische MDM einbinden zu können, muss es mindestens ein iPad 2018 sein und iPadOs 14.2 aufweisen. Dazu muss es "stiftfähig" sein. Und es muss vor dem Stichtag der Schulkonferenz Ende Oktober 2020 gekauft worden sein. Dann können wir prüfen, ob die Einbindung funktioniert bzw. welche Kosten für die Einbindung entstehen.

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Kann die Anschaffung und Nutzung eines Tablets verweigert werden?

Der Einsatz dieses Unterrichtsmittels ist nur sinnvoll, wenn alle Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe dieses haben. Nach dem entsprechenden Beschluss der Schulkonferenz wird das Tablet ein reguläres schulisches Lern- und Arbeitsgerät. Zudem ist ein Prüfungsmodus in Arbeit, der auf iPads ausgerichtet ist. Deshalb ist die Verweigerung der Anschaffung aus pädagogischer Sicht nicht sinnvoll. Wenn Sie die Anschaffung aus prinzipiellen Gründen ablehnen, können Sie keinen Antrag auf ein Leihgerät stellen und ihr Kind muss im Unterricht ohne dieses Hilfsmittel auskommen.

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Kann ich das Gerät auch privat zu Hause nutzen?

In erster Linie ist das Tablet ein Arbeitsgerät für die Schule, das morgens ausreichend geladen mitzubringen ist. Darüber hinaus kann es privat genutzt werden, solange der schulische Einsatz nicht beeinträchtigt wird (z. B. freier Speicherplatz).

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Wie werden die Geräte administriert?

Bei der großen Anzahl von Geräten kann dies nur über eine professionelle Managementlösung erfolgen (Mobile Device Management, MDM). Schon vor Auslieferung der Geräte an die Schüler*innen werden die Geräte bei der MDM-Lösung registriert und so bei Ausgabe mit Software und notwendigen Lizenzen ausgestattet.

Damit die zukünftige Verwaltung und Versorgung der Tablets mit Updates und Software möglich ist und für die Verwendung von Steuerungssoftware im Unterricht und in Prüfungssituationen, müssen sie also in den “supervised mode” gesetzt werden. Die Geräte holen sich dann bei Verbindung mit dem Internet Software und Einstellungen, die für das jeweilige Gerät vorgesehen sind.

Über Profile können die Geräte jahrgangsweise so eingestellt werden, wie es am sinnvollsten ist. Durch die Verwendung einer eigenen privaten Apple-ID ist es zusätzlich möglich, selbstständig Apps auf dem Gerät zu installieren. In welchem Maße dies geschieht, liegt damit in der Hand der Eltern.

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Brauche ich eine eigene Apple-ID?

Die Apple-ID ist ein Apple-Benutzerkonto, die z.B. die private Nutzung des App-Stores ermöglicht. Da die Geräte und Benutzer auf den Geräten mit einer MDM Lösung verwaltet werden, braucht der einzelne Schüler bzw. die einzelne Schülerin nicht notwendigerweise eine eigene Apple-ID.

Bei Nutzung einer eigenen Apple-ID steht den Schülerinnen und Schülern die iCloud unter Berücksichtigung der Datenschutzvorgaben als Cloud-Lösung zur Verfügung.

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Können die Tätigkeiten und Inhalte der Schüler kontrolliert werden?

Die Lehrkraft kann die zu benutzenden Programme temporär einschränken, das Internet freigeben oder sperren und selbstverständlich den Unterricht ohne Tablet erteilen. Durch die schulische Steuerungssoftware können Lehrkräfte also die Nutzung des Tablets auf bestimmte Anwendungen beschränken. Zudem kann über eine White-List in einem MDM-Profil festgelegt werden, welche Apps während der Unterrichtszeit zur Verfügung stehen.

Dadurch, dass die Geräte flach sind und kein hochstehendes Display wie Notebooks haben, kann auch leichter eingesehen werden, ob jemand sein Tablet eingeschaltet hat. Liegen sie geschlossen auf dem Tisch, ist schnell zu sehen, dass das Gerät nicht in Aktion ist. Über das MDM können keine In-App-Vorgänge eingesehen werden. Somit kann auch nicht der Browser-Verlauf eingesehen werden. Auch Dateien sind nicht sichtbar.

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Welcher Stift wird empfohlen?

Sie sollten auf jeden Fall einen aktiven Stift kaufen, damit ihr Kind auch wirklich gut auf dem iPad schreiben kann. Empfehlen können wir den Apple Pencil (ca. 90€) oder den Logitech Crayon (ca. 70€).

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Müssen wir eine Tastatur kaufen?

Verpflichtend lassen wir nur aktive Stifte und eine Schutzhülle anschaffen. Eine portable Tastatur ist sicherlich auch ein sinnvolles Zubehör, allerdings hängt dies stark von den Gewohnheiten ihres Kindes ab.

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Wieviel Speicherplatz benötige ich?

Die Geräte können mit 32GB oder 128 GB bestellt werden. Neben den festverbauten Speicherkapazitäten bietet die Schule auf unserem Schulserver IServ jedem Schüler/ jeder Schülerin eigene Speicherkapazitäten zur Ablage von Dateien. Zudem kann die Apple-Cloud-Lösung iCloud genutzt werden, wenn man sich eine eigene Apple-ID zulegt. Das automatische Laden von Bild- und Videodateien in die iCloud wird aber zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Schülerinnen und Schüler unterbunden. Bilder und Videos können auf dem Gerät gespeichert werden. Alle Cloud-Lösungen (z.B. Onedrive) sind zulässig, solange die Schülerinnen und Schüler die Datenschutzbestimmungen unserer Schule beachten.

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Wohin werden die bestellten Tablets geliefert?

Die Tablets werden an die Schule geliefert und durch Klassenlehrer/ Beratungslehrer an die Schüler/innen an einem festgelegten Termin ausgegeben.

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Brauche ich immer noch Bücher?

Die Schulbuchverlage veröffentlichen sukzessive ihre Bücher mit gleichzeitiger digitaler Version, die teilweise in den Kaufpreis integriert ist. Somit wird sich hoffentlich mittelfristig die Zahl der mitzubringenden Bücher vermindern. In welchem Umfang dies möglich und sinnvoll ist, bleibt abzuwarten.

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Wird der Unterricht nur noch mit dem Tablet stattfinden?

Natürlich nicht. Den Umfang bestimmen das schulische Curriculum und die jeweilige Lehrkraft nach pädagogischen sowie fachlichen Gesichtspunkten. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten gibt es in allen Fächern. Gerade im Sinne der Verbesserung der Medienkompetenz ist ein vielfältiger Medieneinsatz verschiedener Medien wünschenswert und vom Land NRW über den Medienkompetenzrahmen vorgeschriebener und verpflichtender Lerninhalt.

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Schreiben die Schüler*innen immer noch genug?

Das handschriftliche Schreiben wird sicher die vorherrschende Schreibform bleiben. Wie im „wirklichen Leben“ werden sich das maschinen- und das handschriftliche Schreiben ergänzen – übrigens auch nach individuellen Präferenzen. Ohnehin können mit der Touch-Funktion der Pads handschriftliche Einträge mit dem Stift auf dem Pad gemacht werden. Erfahrungen zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler diese Schreibform dem Tippen auf der Tastatur vorziehen.

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Ändert sich das Format der Klassenarbeiten oder Klausuren?

Das Tablet kann zunächst als Hilfsmittel (Taschenrechner, Wörterbuch) verwendet werden. Wenn es perspektivisch den ab der Einführungsphase obligatorischen Taschenrechner ersetzt, ist es in Mathematikprüfungen obligatorisch. In der Mittelstufe dient die Arbeit mit dem Tablet zunächst der Vorbereitung von Klassenarbeiten, die weiterhin auf Papier geschrieben werden. Wir werden aber mit digitalen Prüfungsformaten experimentieren. Dies ist auch vom Schulministerium gefordert. Hier sind wir aber noch in einer Entwicklungsphase.

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Gibt es eine Schulung für die Lehrkräfte?

Der Einsatz des Tablets im Unterricht erfordert vielfältige, fachbezogene Fortbildungen für Lehrkräfte. Da wir ja bereits seit einigen Jahren mit Lehrertablets und Leihgeräten im Unterricht arbeiten, gab es bereits viele schulinterne sowie außerschulische Fortbildungen zu Themen der Digitalisierung im Unterricht.

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Wie kann ich verhindern, dass mein Kind digitale Medien zu häufig nutzt?

Pädagogisch ist sicherlich am sinnvollsten, wenn sie Gespräche mit ihrem Kind über seine Mediennutzung führen, um gemeinsam auch zu Hause tragbare Nutzungszeiten und Nutzungsarten zu entwickeln. Vielfältige Anregungen dazu finden Sie auf den Seiten von https://www.klicksafe.de/eltern/

Die Verabredung von medienfreien Zeiten ist sicherlich sinnvoll. Wenn Sie die Mediennutzung quantitativ kontrollieren wollen, können Sie auf den heimischen Routern (Geräte, die den Internetzugang ermöglichen, wie z.B. einer Fritzbox) einstellen, welches Gerät in welchem Zeitraum Zugang zum Internet erhält. Ferner kann zusätzlich festgelegt werden, ob der Zugang durch einen Filter kontrolliert werden soll. Der Zugang kann sogar auf eine Liste von einzelnen Internetseiten begrenzt werden. Fast alle Apps auf dem Tablet können auch ganz ohne Internetzugang genutzt werden.

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