Erziehungswissenschaft

Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung – so formulierte es Immanuel Kant Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Diese Feststellung zu beherzigen, scheint auch heute noch von immenser Bedeutung, denn: Der Anspruch an die Erziehung von Kindern und Jugendlichen ist in Zeiten vielfältiger gesellschaftlicher Umbrüche und der zunehmenden Bedeutung „pädagogischer“ Bildung nicht nur in Kindergärten und Schulen, sondern ebenfalls in Familien stetig gewachsen. Ziel des Pädagogikunterrichts ist es daher, jungen Menschen ein Bewusstsein für pädagogisch wirksame Erziehungsprozesse zu vermitteln sowie gesellschaftliche Phänomene zu analysieren. Vor diesem Hintergrund lernen sie pädagogisch zu handeln und zu reflektieren und ihren eigenen Standpunkt zu finden. Typische Themen des Pädagogikunterrichts ranken sich zunächst um die Bedeutung des Erziehungsbegriffs in der heutigen Gesellschaft, Lernen und Erziehung, aber auch um die Frage, wie Identität der heutigen Gesellschaft gebildet wird, und wie sich erklären lässt, aus welchen Gründen Jugendliche z.B. gewalttätig werden. Das Fach Erziehungswissenschaft wird erstmals in der EF angeboten und kann in der Q1 bzw. Q2 als Grund- oder Leistungskurs gewählt werden.