Medien- und Internetscouts (MISs)

Der Wandel der Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren zu einer verstärkten Mediatisierung unserer Lebenswelt geführt. Dieses Phänomen wirkt sich besonders auf den Alltag von Kindern und Jugendlichen aus. Im Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen heißt es, dass Schule im Rahmen ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags Kinder und Jugendlichen vermitteln müsse, „mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen“ (§ 2, SchulG NRW). Der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen im Bereich der Medienkompetenz wird aus diesen Anlässen schon immer eine große Bedeutung am Widukind-Gymnasium beigemessen.

Das Konzept des Medienteams rückt die Schülerinnnen und Schüler stärker in den Mittelpunkt und ermöglicht einen informellen Erfahrungs- und Informationsaustausch ohne das zu starke Eingreifen von Erwachsenen. Dabei kommt der Gleichaltrigengruppe („Peer Group“) eine besondere Bedeutung zu, welche sich als „Digital Natives“ oftmals deutlich besser in für die Schülerinnen und Schüler relevanten Bereichen auskennen als die Erwachsenen (häufig „Digital Immigrants“). Basierend auf diesem sogenannten Peer-Teaching-Konzept bildete das Medienteam Medien-und Internetscouts (kurz „MISs“) aus. Durch ein sorgfältiges Auswahlverfahren bestimmt, wurde Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klasse in einer dreitägigen Fortbildung das nötige Know-How professionell vermittelt. Inzwischen bilden die Medienscouts der ersten Generation bereits erfolgreich wieder neue MISs am WGE aus. Im Zentrum stehen, je nach Aktualität angepasst, die Themen Smartphone allgemein und Whatsapp (Klasse 5), soziale Netzwerke wie Instagram, Snapchat, Facebook & Co. (Klasse 6) sowie Cybermobbing und Cybergrooming (Klasse 7).

Neben der Prävention und der Aufklärung, die im Fokus der Arbeit steht, zeigten sich bereits im vergangenen Schuljahr weitere Vorteile, die mit der Arbeit der MISs einhergehen. Die Medienscouts bringen die neuen Medien und fortlaufend aktualisiertes Material direkt in den Unterricht mit, sie können schnell auf aktuelle Ereignisse im Mediensektor und auch in den Klassen als Interventionsorgan reagieren und diese in ihren ständig überarbeiteten Präsentationen einarbeiten, an Gelerntes kann durch den Fachlehrer oder die Fachlehrerin leicht im Unterricht angeknüpft werden und das Peer Teaching -Konzept garantiert schon alleine durch das authentische Auftreten der nahezu gleichaltrigen Schüler eine große Effizienz. Dass das Konzept bei Schülern und Lehrern gleichermaßen sehr gut ankommt, zeigen die zahlreichen Feedback- und Evaluationsgespräche sowie Kommentare, die es im Anschluss an die MISs-Unterrichtsstunden durch alle 5. bis 7. Klassen gegeben hat.